Ein Heißluftballon über den Wäldern Smalands.

Nationalparks in Småland: vielfältige Idylle

Zwischen tiefen Wäldern, stillen Seen und mystischen Inseln zeigen die vier Nationalparks in Småland die ganze Vielfalt der Region. Wer ursprüngliche Natur, spektakuläre Landschaften und authentische Outdoor-Erlebnisse sucht, wird hier fündig.

Ein Heißluftballon über den Wäldern Smalands.
Credits: Patrik Svedberg/imagebank.sweden.se

Åsnen Nationalpark – Inselreiche Wasserwildnis im Herzen Smålands

Der Åsnen Nationalpark wurde 2018 als Schwedens 30. Nationalpark ausgewiesen und liegt im Westen des gleichnamigen Sees. Er ist der jüngste der Nationalparks in Småland und umfasst eine Fläche von 1.868 Hektar. Besonders beeindruckend: Etwa 75% der Fläche sind Wasserflächen und Inseln. Darin enthalten sind Teile des Sees Åsnen selbst, einige der über 1000 Inseln des Sees, Buchten, Seen, Moore und Wälder. Auch das Naturschutzgebiet Bjurkärr mit seinen wertvollen Waldflächen zählt zum Nationalpark.

Die Landschaft des Åsnen-Nationalpark ist die wohl vielfältigste unter den vier Nationalparks in Småland. Wer das Schutzgebiet besucht, kann sich auf zahlreiche Naturerlebnisse freuen: Wandern, schwimmen, Kanu oder Radfahren sowie Vogelbeobachtung sind typische Aktivitäten. Viele Besucher genießen die ruhige, naturnahe Atmosphäre — die Kombination aus Wasser, Inseln und Wald bietet eine seltene Vielfalt unter den Nationalparks in Smaland. Durch die die Vielfalt der Angebote ist für alle etwas dabei – von einem kurzen Sprung ins Wasser bis hin zu einer 9 Kilometer langen Wanderung.

Der Åsnen Nationalpark

Store Mosse Nationalpark – Das größte Moor unter den Nationalparks in Småland

Store Mosse Nationalpark gilt als das größte zusammenhängende Moorgebiet südlich von Lappland und liegt zwischen Gnosjö und Värnamo im Westen des Småland-Hochlandes. Der Park umfasst etwa 7.740 Hektar ursprüngliches Moorland.

Das Moorgebiet besteht aus Hoch- und Niedermooren, Seen und vereinzelten Waldinseln, oft Kiefern- oder Sumpfwald, sowie aus Heide- und Moorflächen. Store Mosse ist bekannt für seine weitläufige, offene Landschaft, in der sich Hochmoor, Heiden und Gewässer abwechseln — eine Umgebung, die in Südschweden selten ist und eher an die Natur Norrlands, dem nördlichsten Landesteil Schwedens, erinnert.

Der Park bietet rund 40 km gut markierte Wanderwege, darunter einige barrierefreie Wege sowie Stege über Moorflächen. Besonders beliebt ist der Weg rund um den See Kävsjön als Ort für Vogelbeobachtung, der insgesamt 13 Kilometer lang ist— das Moor ist Heimat vieler Vogelarten und ein wichtiges Vogelrastgebiet. Das Besucherzentrum (Naturum) am Parkeingang bietet Informationen über Flora, Fauna und die Entstehung des Moores. Für Familien mit Kindern gibt es eigens den Märchenpfad „Skogstrollens stig“.

Store Mosse vermittelt ein Gefühl von Wildnis und nordischer Moorlandschaft mitten in Südschweden – ideal für Wandernde, Vogelbeobachter und Naturinteressierte.

Der Store Mosse Nationalpark

Norra Kvill Nationalpark – Uralter Wald, moosbedeckte Felsen und stille Seen

Wer auf der Suche nach einem magischen Urwald, moosbedeckten Felsen und von Seerosen bedeckten Seen ist, ist im Norra Kvill Nationalpark genau richtig. In der Nähe von Vimmerby gelegen, schützt der Nationalpark ein kleines Waldgebiet mit großer naturräumlicher Bedeutung. Der Park wurde 1927 gegründet und umfasst heute nach einer Erweiterung etwa 114 Hektar.

Das Gebiet besteht aus naturbelassenem Wald mit alten Kiefern und Fichten, moosbewachsenen Felsen und teils bewaldeten, felsigen Anhöhen. Besonders typisch sind umgestürzte Bäume, große Blockfelder und die ruhigen, teils verwunschen wirkenden Waldseen wie der See Stora Idgölen.

Eine Wanderung führt unter anderem zum Aussichtspunkt auf dem Berg Idhöjden, von dem man eine schöne Aussicht über das umliegende småländische Hochland hat. Der Nationalpark vermittelt trotz seiner geringen Größe viel von dem Gefühl ursprünglicher Wildnis und ist ein seltener, wertvoller Rückzugsort für Pflanzen und Tiere in Südschweden.

In der Nähe, aber außerhalb des eigentlichen Nationalparks, steht Rumskullaeken (oft auch „Kvilleken“ genannt) — eine sehr alte und mächtige Eiche, die zu den bekanntesten Naturdenkmälern Schwedens zählt.

Der Norra Kvill Nationalpark

Der kleinste unter den Nationalparks in Småland: Die Insel Blå Jungfrun

Blå Jungfrun Nationalpark umfasst die gleichnamige Insel im Kalmarsund — eine von Granitfelsen geprägte Insel mit dichter Bewaldung, Klippen, Felsen und historischen Steinstrukturen. Die Insel hat etwa 0,7 km² (ca. 70 Hektar), ihre hervorstechende Landschaft ragt bis zu etwa 86 Meter über dem Meeresspiegel. Die Insel ist im Sommer mit Fähren aus Oskarshamn und Byxelkrok erreichbar.

Ein 3,3 Kilometer langer Rundweg führt über die Insel und verbindet Waldteile, Felsen, Küstenabschnitte und Aussichtspunkte. Unterwegs kann man unter anderem alte Höhlen und das historische Steinlabyrinth entdecken, außerdem trifft man auf unterschiedliche Geländeformen – von flachen Küsten bis zu felsigen Anhöhen.

Aufgrund des Schutzstatus sind Übernachtungen, offenes Feuer und das Sammeln von Steinen verboten. Der Legende nach sollen all jene, die einen Stein von der Insel mitnehmen, von Pech verfolgt werden, bis der Stein wieder auf der Insel ist.

FAQ

Wie viele Nationalparks gibt es in Småland?

Es befinden sich 4 Nationalparks in Småland: Åsnen, Store Mosse, Norra Kvill sowie der Blå Jungfrun Nationalpark.

Welche Nationalparks in Småland eignen sich besonders gut für Familien und Einsteiger?

Store Mosse bietet mit seinen Holzstegen, barrierefreien Wegen und dem Naturum gute Voraussetzungen für Familien und Einsteiger. Auch der Åsnen Nationalpark eignet sich durch sein vielfältiges Angebot besonders für Familien.

Wann ist die beste Reisezeit für die Nationalparks in Småland?

Generell sind Frühling bis Herbst (Mai–September) am besten geeignet — für Moor- und Waldwanderungen, Vogelbeobachtung sowie Wasseraktivitäten. Im Herbst und Winter kann der Reiz alter Wälder und Moorlandschaften besonders intensiv sein — mit der Einschränkung, dass die Zugänglichkeit durch das Wetter beeinträchtigt sein kann.

Sind die Nationalparks in Småland kostenlos?

Ja — der Besuch der Nationalparks selbst ist grundsätzlich kostenlos. Besondere Angebote, wie geführte Wanderungen, können gegebenenfalls kostenpflichtig sein.

Kann man in Nationalparks in Småland übernachten?

In den meisten Parks ist Übernachten sowie offenes Feuer grundsätzlich verboten oder ausschließlich in dafür vorgesehenen Flächen erlaubt. Für mehrtägige Aufenthalte bieten sich Unterkünfte außerhalb der Kerngebiete an (z. B. Campingplätze, Ferienhäuser oder Hütten).

Sind Hunde in Nationalparks in Småland erlaubt?

Ja, in den aufgeführten Nationalparks ist das Mitführen von Hunden erlaubt – sie müssen jedoch an der Leine geführt werden.

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